Ida und der Münsterplatz in Ulm
Historische Einordnung
Die Sudetendeutschen bildeten bis 1945 eine bedeutende Bevölkerungsgruppe in der Tschechoslowakei. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die meisten von ihnen aus ihrer Heimat vertrieben oder ausgesiedelt. Die historische Forschung betrachtet diese Ereignisse im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Besatzungs- und Vernichtungspolitik sowie den politischen Entscheidungen der Nachkriegszeit. Gleichzeitig wird das Leid der Vertriebenen anerkannt, ohne die nationalsozialistischen Verbrechen oder die Singularität der Shoah zu relativieren.
Die Sudetendeutschen bildeten bis 1945 eine bedeutende Bevölkerungsgruppe in der Tschechoslowakei. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die meisten von ihnen aus ihrer Heimat vertrieben oder ausgesiedelt. Die historische Forschung betrachtet diese Ereignisse im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Besatzungs- und Vernichtungspolitik sowie den politischen Entscheidungen der Nachkriegszeit. Gleichzeitig wird das Leid der Vertriebenen anerkannt, ohne die nationalsozialistischen Verbrechen oder die Singularität der Shoah zu relativieren.
Was dieser Ort für Ida und für uns bedeutet
Die Brezel war für sie ein Stück Freiheit.
Sich zu erinnern ist wichtig. Je öfter wir das tun, desto besser fühlen wir uns, denn wenn wir ehrlich sind, war das Leben früher deutlich schwerer.
Nach der Ankunft in Ulm, haben sich Ida und ihre Familie, als Vertriebene, wieder sicher und frei gefühlt.
Die Bäckerei am Münsterplatz wurde zu einem Ort, an dem Ida nach einer schlimmen Zeit Freiheit gespürt hat.
Ich bin selbst aus Syrien nach Deutschland geflohen, im selben Alter wie Ida damals war und kann sehr gut verstehen, wie viel Verantwortung sie für ihre Familie übernommen hat.
Dieser Ort ist ein Ort der Freiheit und erzählt Europa wie wichtig es ist, dass Kinder in Frieden aufwachsen können.


